Wird das Geheimnis um Fräulein Maria nach 450 Jahren gelüftet?
Dr. Andreas Stroebl von der Forschungsstelle Gruft dokumentiert den Zustand der geräumten Gruft.
Jever. Nach der Öffnung der vermuteten Grabstätte der Familie von Maria von Jever unter dem Edo-Wiemken-Denkmal Anfang Juni ist die Räumung der Gruft nun abgeschlossen. Die Arbeiten wurden von einem erfahrenen, spezialisierten Team der Forschungsstelle Gruft im Auftrag des Staatlichen Baumanagements Region Nord-West durchgeführt. Während der vier Tage dauernden Räumung wurden Bruchstücke von insgesamt fünf Särgen – darunter vier kleinere Beinsärge – sowie Knochen- und Stoffreste geborgen. Alle Funde wurden sorgfältig verpackt und werden nun für weiterführende Untersuchungen und zur konservatorischen Aufarbeitung an die zuständigen Institute übergeben. Schädel und Knochenfragmente sollen dahingehend untersucht werden, ob sie sich bestimmten Personen zuordnen lassen. Nach Abschluss der erforderlichen Sanierung des Edo-Wiemken-Denkmals werden die Gebeine wieder in der Gruft beigesetzt.
Unterdessen kam in Jever die Idee auf, das Fräulein Maria als Playmobil-Figur produzieren zu lassen.