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28. Juni 2023, 12:00 Uhr
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3000 Menschen gegen den Wolf

Auch rund 300 Trecker aus ganz Ostfriesland kamen zur Demonstration nach Aurich

Großdemo gegen Wolfsschutz: Laut Polizeiberichten versammelten sich gut 3000 Menschen in Aurich, ihnen standen 40 Wolfsbefürworter gegenüber. Der durchgestrichene Wolfskopf war das dominierende Symbol auf der Veranstaltung.

Großdemo gegen Wolfsschutz: Laut Polizeiberichten versammelten sich gut 3000 Menschen in Aurich, ihnen standen 40 Wolfsbefürworter gegenüber. Der durchgestrichene Wolfskopf war das dominierende Symbol auf der Veranstaltung. © Jürgens wj

Aurich. Solch eine Demonstration dürfte Aurich bisher noch nicht erlebt haben. Das Thema „Wolf“ brennt vielen Ostfriesen unter den Nägeln. Rund 3000 Menschen, so die Polizei, fanden sich am 10. Juni auf dem Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz vor der Sparkassenarena ein, um gegen die aktuelle Wolfspolitik des Landes Niedersachsen und Deutschlands und die Duldung des Wolfes in Ostfriesland zu demonstrieren. Vor allem, weil er Weidevieh reißt, Schutzmaßnahmen nicht wirken und die finanzielle Entschädigung die Schäden nicht wiedergutmacht.

Zu der Veranstaltung hatte die Initiative „Land schafft Verbindung“ gemeinsam mit dem „Friesischen Verband für Naturschutz“ aufgerufen. Rund 40 Wolfsbefürworter – hauptsächlich Aktivistinnen und Aktivisten von Tierschutzinitiativen wie „Ostfriesen gegen Tierleid“ – standen der Masse der Gegner entgegen. Landwirte, Schäfer und Pferdezüchter wünschen sich Ostfriesland als wolfsfreie Zone. Und so war das dominierende Symbol ein durchgestrichener Wolfskopf. Auch einige der rund 300 Trecker, die in einer Sternfahrt aus ganz Ostfriesland nach Aurich gekommen waren, hatten Schilder mit derartigen Symbolen montiert. Zu den elf Rednerinnen und Rednern gehörte neben dem Organisator Dr. Hansjörg Heeren, Tierarzt aus Ochtelbur, auch der umstrittene niederländische Landwirt und Politiker Eddie van Marum, Mitglied der konservativen niederländischen Partei Bauern-Bürger-Bewegung (BBB).

Besonders groß in Ostfriesland ist die Angst davor, dass Wölfe Nutztiere reißen. „Das ist in unserer Nachbarschaft schon passiert“, berichtete Milchbauer Eilert Smit aus Ayenwolde. Massive Kritik gab es auch an den zu treffenden Schutzmaßnahmen, die aus Sicht der Wolfs-Gegner zu aufwendig und mit eigenen finanziellenMitteln kaum zu leisten seien. Die Demonstration verlief nach Auskunft der Polizei friedlich und ohne Verkehrschaos.

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