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2. Januar 2024, 15:40 Uhr
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Ausbau der „Wunderline“ gestartet

Bahnstrecke zwischen Bremen und Groningen soll eine schnellere Verbindung in die Niederlande bieten

Symbolischer Auftakt in der Gemeinde Westoverledingen (Landkreis Leer): Vertreter der Bahn und der Politik hoben eine erste Bahnschwelle mit der Aufschrift „Wunderline und Friesenbrücke“ in die zu ertüchtigende Trasse. Die Brücke soll eine Landmarke werden, wenn sie ab Ende 2024 fertig ist.

Symbolischer Auftakt in der Gemeinde Westoverledingen (Landkreis Leer): Vertreter der Bahn und der Politik hoben eine erste Bahnschwelle mit der Aufschrift „Wunderline und Friesenbrücke“ in die zu ertüchtigende Trasse. Die Brücke soll eine Landmarke werden, wenn sie ab Ende 2024 fertig ist. ©

Westoverledingen. Die Deutsche Bahn hat in Westoverledingen mit den Arbeiten am ersten Bauabschnitt der sogenannten „Wunderline“ begonnen. Der Ausbau der Bahnstrecke soll Reisenden künftig eine schnellere Verbindung zwischen Norddeutschland und dem Norden der Niederlande bieten. So soll sich die Fahrtzeit zwischen Bremen und Groningen auf unter 135 Minuten verringern. Seit mehr als zehn Jahren laufen die Planungen für die insgesamt rund 170 Kilometer lange Strecke von Bremen über Oldenburg und Leer bis nach Groningen.

Verantwortliche sprechen von einem Leuchtturmprojekt der Europäischen Union, um den grenzüberschreitenden Verkehr zu verbessern, und einem „langerwarteten Lückenschluss einer transeuropäischen Bahnverbindung“. In einer ersten Ausbaustufe soll die Teilstrecke von Ihrhove (Landkreis Leer) bis zur niederländischen Grenze modernisiert werden. Auf dieser Strecke befindet sich auch das Nadelöhr der Linie, die Friesenbrücke. Das vor acht Jahren beschädigte Bauwerk soll zeitgleich mit der Bahnstrecke in diesem Abschnitt bis Ende 2024 fertig werden. Der Abschluss der Bauarbeiten der gesamten „Wunderline“ ist für 2030 geplant. Wie teuer der Ausbau insgesamt wird, steht noch nicht fest. Bislang war von 130 Millionen Euro die Rede. Als „europäische Achse“ soll die „Wunderline“ nicht nur Bremen mit Groningen verbinden, sondern auch Amsterdam und Hamburg besser erreichbar machen. Von der Verbindung, auf der Züge mit bis zu 120 Stundenkilometern unterwegs sein sollen, profitieren auch die anliegenden Kommunen beiderseits der deutsch-niederländischen Grenze, weil sie auf reaktivierten Bahnhöfen – etwa in Bunde – sowie mit einem angepassten ÖPNV mehr Anbindung bekommen werden.

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