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2. Januar 2024, 15:40 Uhr
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„Keerlke“-Preisträger gilt als „Platt-Proter“ mit Leib und Seele

Plattdeutsch-Beauftragter des Landkreises Leer Artur Reents erhält Auszeichnung für sein vielfältiges Engagement

„Wir müssen erkennen, wie wertvoll unsere Zweisprachigkeit ist“, lautete der Appell von Preisträger Artur Reents ans Publikum; rechts im Bild: Hans Freese, Vereinsvorsitzender von„Oostfreeske Taal“.

„Wir müssen erkennen, wie wertvoll unsere Zweisprachigkeit ist“, lautete der Appell von Preisträger Artur Reents ans Publikum; rechts im Bild: Hans Freese, Vereinsvorsitzender von„Oostfreeske Taal“. ©

Ostfriesland. Mit dem „Keerlke“-Preis 2023 ist Artur Reents aus Ostrhauderfehn, Plattdeutsch-Beauftragter des Landkreises Leer, ausgezeichnet worden. Dieser Mann sei immer für Plattdeutsch erreichbar, versicherte die Laudatorin Gertrud Reitmeyer vom Vorstand des Vereins „Oostfreeske Taal“. Um hinzuzufügen: „Und wenn er erst einmal anfängt, dann kann ihn keiner bremsen. Wir meinen, jemand, der sich so sehr für die plattdeutsche Sprache eingesetzt hat und sicherlich auch zukünftig einsetzen wird, hat den ‚Keerlke‘ mehr als verdient.“ Auch räumte die Laudatorin ein, dass die gut zehn Minuten für ihre Ansprache kaum ausreichen würden, um das Engagement von Artur Reents vorzustellen. 1965 in Collinghorst geboren, war der Preisträger von Kindheit an „Platt-Proter“ und fühlte sich an einen Aprilscherz erinnert, als er 2008 die Stellenanzeige des Landkreises Leer entdeckte, der auf der Suche nach einem Plattdeutsch-Beauftragten war. Artur Reents bewarb sich trotzdem und setzte sich gegen vier Mitbewerber durch. Erst da sei ihm klar geworden, was er sich angesichts einer gut halben Million Ostfriesinnen und Ostfriesen vorgenommen habe, erzählte der frisch gekürte Preisträger dem geneigten Publikum im Landgasthof Oltmanns in Neermoor. Seither ist der 58-jährige Familienvater auf unterschiedlichsten Ebenen für seine Muttersprache aktiv. Unter anderem versorgt er Eltern von neugeborenen Kindern mit Infomaterial zu Plattdeutsch, unterhält einen Plattdeutsch-Stammtisch und ist Mitglied einer interfraktionellen Arbeitsgruppe des Niedersächsischen Heimatbundes.

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