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24. November 2021, 11:10 Uhr
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„Die Nordsee“ war vorbildlich

Frühere Touristik-Chefs trafen sich zum alljährlichen Erfahrungsaustausch in Greetsiel

Die früheren Touristiker der „Nordsee GmbH – Sieben Inseln – EIne Küste“ trafen sich in Greetsiel zum alljährlichen Erfahrungsaustausch: Andree Bliefernich (früher Upstalsboom Hotels), , Ludger Kalkhoff (Geschäftsführer Touristik Krummhörn-Greetsiel), Hans-Joachim Kerber (früher Land Wursten), Barbara Elter (früher Geschäftsstelle „Die Nordsee“), Holger Kohls (früher Wangerooge), Hans-Ulrich Elter (früher Prokurist „Die Nordsee“), Reinhard Thomssen (früher Wangerland), Hartmut Schorrmann (früher Cuxhaven), Friedo Gerdes (früher Wangerland) und Jan-Lüppen Brunzema (früher Luftverkehr Friesland-Harle). Foto: Holger Bloem

Die früheren Touristiker der „Nordsee GmbH – Sieben Inseln – EIne Küste“ trafen sich in Greetsiel zum alljährlichen Erfahrungsaustausch: Andree Bliefernich (früher Upstalsboom Hotels), , Ludger Kalkhoff (Geschäftsführer Touristik Krummhörn-Greetsiel), Hans-Joachim Kerber (früher Land Wursten), Barbara Elter (früher Geschäftsstelle „Die Nordsee“), Holger Kohls (früher Wangerooge), Hans-Ulrich Elter (früher Prokurist „Die Nordsee“), Reinhard Thomssen (früher Wangerland), Hartmut Schorrmann (früher Cuxhaven), Friedo Gerdes (früher Wangerland) und Jan-Lüppen Brunzema (früher Luftverkehr Friesland-Harle). Foto: Holger Bloem ©

Greetsiel. Sie waren im Jahr 1998 die Gründerväter der Marketinggesellschaft „Die Nordsee GmbH – Sieben Inseln – Eine Küste“ und bezeichnen sich selbst als „Revoluzzer“: Die früheren Aufsichtsräte der Tourismusvereinigung wollten die niedersächsische Nordsee als Einheit präsentieren und stellten für die Anrainer ein gemeinsames Destinationsmanagement auf die Beine. So galten die hauptberuflichen Tourismusmanger von den sieben Ostfriesischen Inseln sowie 16 Küstenorten mit den Fähr- und Fluglinien sowie Hotelpartnern zwischen Emden und Otterndorf bei Cuxhaven als Vorreiter in Deutschland. Eine Gesellschaft, die sich ausschließlich um Tourismuswerbung für eine Region kümmert, habe es damals anderswo noch nicht gegeben. „Die Nordsee GmbH war die erste Gesellschaft, die eine Region als Einheit vermarktet hat“, betonte der frühere Tourismuschef aus Cuxhaven, Hartmut Schormann, anlässlich eines alljährlichen Treffens der früheren Aufsichtsräte Ende Oktober in Greetsiel. Schormann war für die Gesellschaft als Aufsichtsratsvorsitzender fünf Jahre lang nebenberuflich tätig. „Wenn es nicht gelingt, die Gäste von der Nordsee zu überzeugen, gelingt es auch nicht, sie von einem einzelnen Ort zu überzeugen“, sagt Hartmut Schormann damals wie heute. „Die Einsicht, dass wir zusammen mehr erreichen können, war gewachsen.“

Nach 18 Jahren allerdings hatten sich die Wünsche und Ziele der Ostfriesischen Inseln sowie des Nordseeheilbades Cuxhaven so weit verändert, dass sie sich nicht mehr in der strategischen Ausrichtung der Nordsee GmbH wiederfanden. Sie traten schließlich aus. Die touristischen Vertreter der Inseln hatten entschieden, ab 2018 ein eigenes, übergreifendes Inselmarketing zu betreiben. Einstimmig bedauerten die früheren Aufsichtsräte die Entwicklung hin zu weiteren Marketingsplittergruppen und begrüßten die Gründung der neuen gemeinsamen „Tourismusagentur Nordsee GmbH“ („Tano“), die 2022 ihre Arbeit aufnehmen soll. Alle sieben Nordsee-Anrainer-Landkreise, die sieben Ostfriesischen Inseln und die Stadt Wilhelmshaven sind mit im Boot. Noch nicht Mitglied in der „Tano“ ist die kreisfreie Stadt Emden. Länderübergreifend ist aber Bremerhaven, das zu Bremen gehört, mit von der Partie. Das Motto lautet: Eine Nordsee, ein Ansprechpartner (s. OMa 11/2021).

So schwelgten die früheren Tourismuschefs in Erinnerungen und blickten auf medienwirksame Events, wie beispielsweise eigene Nordsee-Messen etwa in den Innenstädten von Düsseldorf, Mainz, Essen oder Münster zurück. „Diese Großaktionen sollten die Nordsee erlebbar machen“, sagte der frühere Prokurist Hans-Ulrich Elter. So gab es neben Urlaubsinformationen auch Musik und Kultur von der Waterkant sowie kulinarische Spezialitäten. Auch einen gemeinsamen Internetauftritt, den Nordseelauf und das Nordsee-Magazin, mit einer Auflage von über 100000 Exemplaren, initiierten die Touristiker.

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